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23.04.14

Ein Jahr NSU-Prozess - Die Diskussionsveranstaltung

NSU: Die Untiefen des Staates

Seit genau einem Jahr läuft vor dem Oberlandesgericht in München der Prozess gegen die mutmaßlichen Mitglieder des National-Sozialistischen Untergrunds (NSU). Seitdem folgt die öffentliche Debatte weitestgehend dem Bemühen des Vorsitzenden Richters, den individuellen Schuldanteil der Angeklagten an der Verbrechensserie des NSU festzustellen, der nach bisherigem Wissenstand zehn Menschen zum Opfer fielen.
Damit hat der diesjährige 8. Mai eine doppelte Symbolik: Den 69. Jahrestag der Niederlage des Faschismus nehmen wir zum Anlass, um nach einem Jahr NSU-Prozess über das Verhältnis von Staat und militantem Nationalsozialismus in der Bundesrepublik zu diskutieren. Als Ergebnis der verschiedenen Untersuchungen zur Mordserie des NSU liegt vor allem eines auf der Hand: Seit spätestens 1997 bestand um die bisher bekannten Mitglieder des NSU ein immer dichter werdendes Netz aus V-Leuten, über die neonazistische Strukturen teilweise erst ermöglicht und aufgebaut wurden. Aber wie ist diese Nähe zwischen Geheimdiensten und NSU im Detail zu bewerten? Im Magazin Cicero sprach Michael Kraske bereits 2012 vom „Tiefen Staat“ und kritisierte die öffentliche Rede vom „Behördenversagen“. Stattdessen sah er eine „stille Übereinkunft zur Verharmlosung“ am Werk. Andere gehen noch weiter: Hajo Funke und Micha Brumlik sehen auf Seiten der Behörden eine bewusst betriebene Strategie, um „Rechtsstaatlichkeit und Rechtssicherheit auszuhöhlen“. Der Linken-Politiker Bodo Ramelow fragt im Zusammenhang mit dem NSU sogar nach Gladio, der verdeckten Stay-behind-Organisation der NATO während des kalten Krieges.
Jede Bewertung muss sich an Fakten messen lassen. Doch welche Themenkomplexe können bisher überhaupt als abgeschlossen betrachtet werden? Was sind die offenen Fragen beim Thema NSU? Am 8. Mai sprechen wir mit Teilnehmern der Untersuchungsausschüsse und mit Journalisten über die bisherige Bilanz der Aufklärung der NSU-Straftaten.

Es diskutieren:
Martina Renner, Sprecherin für antifaschistische Politik der Linksfraktion im Bundestag und ehemalige Obfrau im thüringischen NSU-Untersuchungsausschuss
Hans-Christian Ströbele, Bündnis 90/Die Grünen, Mitglied im NSU-Untersuchungsausschuss im Bundestag, im Auswärtigen Ausschuss und im Rechtsausschuss sowie im Parlamentarischen Kontrollgremium für Geheimdienste
Andreas Förster, Journalist, langjähriger Experte für Geheimdienste der Berliner Zeitung, begleitet die Ermittlungen zum NSU seit den Anfängen
Wolf Wetzel, Autor und Blog-Betreiber, begleitet die Ermittlungen seit den Anfängen
Sebastian Carlens, Leiter Ressort Innenpolitik der Tageszeitung junge Welt

Moderation: Malte Daniljuk

8. MAI um 17 UHR
HAUS DER DEMOKRATIE UND MENSCHENRECHTE
Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin

Anschließend Hoffest am Tag der Befreiung

A.S.H. | 15:24


8.Mai 2014 - Wer nicht feiert hat verloren

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Der 8. Mai 1945 markiert das Ende des nazi-deutschen Terrors.
Mehr als 55 Millionen Menschen wurden durch den deutschen Krieg getötet oder in den Vernichtungslagern ermordet. Für Millionen von KZ-Häftlingen, ZwangsarbeiterInnen, WiderstandskämpferInnen und
AntifaschistInnen aus den Ländern Europas ist der 8. Mai der
Tag der Befreiung vom Faschismus und des Widerstandes gegen alle seine modernen Ausprägungen.
Ein Grund zum Feiern und gegen das Vergessen.

17 Uhr Diskussion
NSU: Die Untiefen des Staates
Ein Jahr NSU-Prozess. Wir sprechen mit Teilnehmern der
Untersuchungsausschüsse und mit Journalisten über die offenen Fragen und die bisherige Bilanz der Aufklärung der NSU-Straftaten.

Ab 19 Uhr laden wir alle Menschen ein, die Lust haben, gemeinsam bei Essen und Trinken, Gesprächen und Musik zu feiern.

Mit Der Singende Tresen, Hugo Velarde, Jannis Poptrandov, Bert Papenfuß, den DJs Pappenspalter, Schneider, Magic Mießner, Filmen u.v.a.m.

8. MAI um 17 UHR
Hoffest am Tag der Befreiung

HAUS DER DEMOKRATIE UND MENSCHENRECHTE
Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin

(Bei schlechtem Wetter findet das Fest im Saal statt. Sie erreichen uns - z. B. vom S-, U- und Regionalbahnhof Alexanderplatz aus - mit der Tramlinie M4 sowie den Buslinien 142 und 200. Haltestelle ist jeweils „Am Friedrichshain“)

Haus der Demokratie und Menschenrechte e.V.
Zeitschrift telegraph

A.S.H. | 15:17


21.04.14

»Mein bestes Argument ist das fertige Gebäude.«

Peter Zumthor: Bauten und Projekte
von Jürgen Schneider

Topographie.jpg
Topographie des Terrors, Internationales Ausstellungs- und Dokumentationszentrum, Berlin, Deutschland, 1993–2004, Bild: Copyright Verlag Scheidegger & Spiess AG

Die Ausschreibung im Jahr 1993 für das Internationale Ausstellungs- und Dokumentationszentrum Topographie des Terrors in Berlin gewann der Schweizer Architekt Peter Zumthor. Mit seinem Entwurf versuchte er, das Gelände, auf dem sich einst das Gestapo-Hauptquartier, das Geheime Staatspolizeiamt, SS-Führung, Sicherheitsdienst der SS und des Reichssicherheitshauptamtes befanden, sprechen zu lassen und die wenigen Überreste der von den Nazis benutzten Bauten und Anlagen zu erhalten und zu zeigen. Für den Ort, an dem Verbrechen an der Menschheit geplant wurden, so das anfängliche Gefühl des Architekten, kann es im Grunde keine Form geben.

A.S.H. | 12:39


09.04.14

Verfolgte Unschuld

Über den Sarrazin-Rock der Südtiroler Band „Frei.wild“
Von C. Schulze, Mitarbeiter Apabiz Berlin

Von Kiel bis Konstanz singen sie’s im Chor: „Unser Heimatland das ist so wunderschön, das kann man auch an unsern Bergen seh’n“. Quer durch Deutschland tingelt die Band Frei.wild, von der diese Zeilen stammen. Eine weiter wachsende Schar von Fans strömt zu den Konzerten. Vor ein paar Jahren gelang dem Quartett der Durchbruch und seitdem spielen sie in den ganz großen Hallen. Beim Public Viewing zur Fußball-WM 2010 in Berlin beschallten Frei.wild gleich mehrere hunderttausend Menschen. Die letzten Alben kamen auf Anhieb bis ganz oben in die deutschen Charts.

Bolk | 10:18


07.04.14

On - und Off-Beziehung

„Her“ Regie: Spike Jonze

Von Angelika Nguyen

Der Abstand zwischen der Handlungszeit dieses Science-Fiction-Films (2025) und unserer Gegenwart beträgt gerade mal elf Jahre. Was er zeigt, ist in technischer Hinsicht denn auch gar nicht so weit entfernt. Wir merken nur an kleinen Dingen den Unterschied: an den merkwürdigen Hosen etwa, die alle Männer tragen, eine Art Tweed bis weit über der Taille geschnitten und daran, dass Theodore die Befehle an seinen Arbeitscomputer ausschließlich per Stimme ausgibt und daran, dass er abends in seinem interaktiven Computer-Spiel quasi dreidimensional selber herumlaufen kann.

Regisseur Spike Jonze musste die Gegenwart nur ein bisschen weiter treiben. Menschen, die stundenlang und überall und überhaupt nur noch mit ihrem Computer sind, gibt es schon. Freundschaften und Liebesbeziehungen, die nur online existieren, ebenfalls.

Da liegt eine Idee, wie der Film sie hat, nahe: Theodore verliebt sich in das Betriebssystem seines Computers.

A.S.H. | 14:53


TV-Tipp GEGENWART von Thomas Heise heute auf Arte

Montag 7. April 2014 23.30 Uhr ARTE
GEGENWART
Dokumentarfilm von Thomas Heise

http://heise-film.de/?page_id=3147


A.S.H. | 14:49


20.03.14

Abwärts! Leseprobe

Es geht bergab mit dem Westen, noch steiler als es die Marxisten eh’ schon sagten, seit ca. 1967. Doch es kommt nicht die befreite Gesellschaft in Blick, es tauchen, wie in Griechenland und der Ukraine, starke faschistische Bewegungen auf. Proletarier, ihr müßt rüsten! »Abwärts konstatiert Realität – und sucht Partner, um sich gegen jene zu verbünden«

Erinnert stark an Gegner, ist aber besser, weil weniger gewollt-literarisch und nicht so selbstverliebt-versoffen. Es ist viel politischer! Das ist die neue Strenge.


Junge Welt: Neue Strenge - Es wird politisch: Abwärts! tritt das Erbe ostdeutscher Untergrundmagazine an

Neue Literaturzeitschrift aus der Taufe gehoben: "ABWÄRTS!" freie-radios.net

Unabhängige Zeitschriften kommen und gehen: Das Ende der "De:Bug", der Anfang des "Abwärts", Jenz Steiner (Piradio)

Hier die ersten 17 Seiten als Leseprobe

Abwärts! Bestellen!

A.S.H. | 14:23


15.03.14

„Die Sinti und Roma-Brigaden haben sich die Reichtümer Südbayerns und Mittelostschwabens mehr als verdient.

Soeben ist im BasisDruck Verlag Heft 1 des Gemeinschaftsprojekts ABWÄRTS! erschienen. ABWÄRTS ist das Gemeinschaftsprojekt folgender Zeitschriften: Es beerbt die seligen Sklaven, den unregelmäßig erschienenen Nachfolger Gegner und integriert die floppy myriapoda (als „Subkommando für die freie Assoziation“) und es verbündet sich mit dem politjournalistisch ausgerichteten telegraph, der dem katastrophalen Abbau ostdeutscher Ökonomie, Kultur und Identität seit 1989 – als Nachfolgeblatt der Ostberliner Umweltblätter – nachgeht, und den kulturpolitischen Almanach Zonic. Das neue literarisch-politische Periodikum wird ab März 2014 alle zwei Monate herausgegeben.

Präsentation von Heft 1 des Gemeinschaftsprojekts ABWÄRTS!

Am Donnerstag, 20. März 2014, ab 21:00 Uhr in der Kulturspelunke Rumbalotte continua, Metzer Straße 9, 10405 Berlin.

Mit: Matthias Hering, Robert Mießner, Bert Papenfuß, Jannis Poptrandov, Jenz Steiner, Silka Teichert
Musikalisches Rahmenprogramm: Hugo Velarde (Live), Trout Mask Rob (DJ)

Bolk | 18:03


10.03.14

ABWÄRTS!

In dieser Woche startet unsere neue literarisch-politische Zeitschrift ABWÄRTS!
ABWÄRTS! erscheint alle zwei Monate zum Preis von 4,00 EUR inkl. 7 % MwSt. zzgl. Versandkosten.

Abwärts! Bestellen!

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Keine Freiheit ohne Gleichheit durch Empörung

ABWÄRTS ist das Gemeinschaftsprojekt folgender Zeitschriften: Es beerbt die seligen Sklaven, den unregelmäßig erschienenen Nachfolger Gegner und integriert die floppy myriapoda (als „Subkommando für die freie Assoziation“), den politjournalistisch ausgerichteten telegraph, der dem katastrophalen Abbau ostdeutscher Ökonomie, Kultur und Identität seit 1989 – als Nachfolgeblatt der Ostberliner Umweltblätter – nachgeht, und den kulturpolitischen Almanach Zonic. Das neue literarisch-politische Periodikum wird ab März 2014 alle zwei Monate herausgegeben.

Der Name ABWÄRTS geht auf Franz Jung zurück. Die Autobiographie des Schriftstellers, Ökonomen und Politikers erschien unter den Titeln Der Weg nach unten (1961) und Der Torpedokäfer (1972), der Arbeitstitel des ersten Manuskriptes jedoch war Die Vögel und die Fische. 33 Stufen abwärts. Aus dem Leben eines Deutschen (Brief an Ruth Fischer vom 24. 1. 1947).

Im Mai 1994 erschien die erste Nummer der Sklaven, die gegen die damals wie heute um sich greifende Verunsicherung des gesellschaftlichen Bewußtseins ankämpfte. Diese „Revolte gegen die Lebensangst“ (Franz Jung: Fürchtet euch nicht …, 1960) zielte nach dem gescheiterten sozialistischen Impuls der Revolution von 1989/90 im Osten Deutschlands auf die Sammlung der zersprengten und vereinzelten Linken in Ost und West. Sie standen und stehen vor der erfahrbaren Tatsache, daß die entgrenzte kapitalistische Profitwirtschaft politische wie künstlerisch-literarische Demokratisierungsbestrebungen torpediert. Abwärts bleibt wehrhaft, stemmt sich gegen diese barbarische Maschine, nimmt diese Erkenntnis mit der aktuell nötigen Reife ernst.

Seit den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts glaubt sich die westliche Welt in der Offensive, aber die kapitalistische Welt ist nicht die beste aller möglichen; sie ist nur übriggeblieben und überfällig. Ihren Niedergang als Realität und Religion erleben wir heute. Die verstärkt panische und bellizistische Aggressivität ihrer Prediger und Verwalter belegt das.

Die Mainstream-Medien sprechen nicht gern von Kapitalismus, lieber von „westlicher Moderne“ oder „westlicher Demokratie“, nicht von kapitalistischer Gesellschaft, die im Alltagsbewußtsein zumindest moralisch negativ konnotiert ist, sondern lieber von „Freier oder Sozialer Marktwirtschaft“ – als wären die kapitalistischen Märkte weltweit je Freiheitsanker der Mehrheiten gewesen. Diese Verdunkelung ist Ausdruck einer intern unlösbaren Systemkrise. Es geht abwärts. Für die gesellschaftlichen Mehrheiten gibt es keine Freiheit ohne soziale Gleichheit. Masken runter!

ABWÄRTS. Noch nie wurde dem Kapitalismus ernsthafter die Stirn geboten als 1917 in Rußland. Und obwohl der Untergang des sich auf die Russische Revolution stützenden Sozialismus folgerichtig gewesen ist, kann das Programm der überwiegenden Mehrheit der Weltbevölkerung nur ein auf der Entfaltung der Demokratie gegründeter Sozialismus sein.

Nach dem Zusammenbruch des osteuropäischen Sozialismus wird das Illusionäre einer „demokratischen Modernisierung“ kapitalistischer Prägung immer deutlicher. Wie die jüngsten Ereignisse in der Ukraine zeigen, bleibt diese Illusion für den Westen jedoch Maxime des Handelns. IWF und EU machen Finanzhilfen von Privatisierungen und Subventionskürzungen abhängig. Mit klar absehbaren Folgen für die Mehrheit der Bevölkerung, die sicherlich etwas anderes will. Und das wäre nur der Anfang.

ABWÄRTS – „willst du leibhaftiger sein / oder leibeigener, dem es schmeckt / daß er gesamtvollstreckt nahrhafte stiefel leckt“?

ABWÄRTS konstatiert Realität – und sucht Partner, um sich gegen jene zu verbünden.

Die vorläufige Redaktion in Bewegung, März 2014

Abwärts! Bestellen!

INHALTSVERZEICHNIS ABWÄRTS! Nr. 1:

A.S.H. | 15:36


Déjà Vu ?

Vonseiten des Westens ist alles offenbar nicht ganz so
neu, was da in der Ukraine heute abgeht.

"Etwa 40.000 UPA-Angehörige ließen sich im Gebiet der
Karpatenukraine von der Roten Armee überrollen und begannen nach 1945
in der Westukraine einen blutigen Guerillakrieg, dem nach
Einschätzung der CIA bis 1951 etwa 35.000 Menschen zum Opfer
fielen. Die terroristischen Operationen richteten sich nicht nur
gegen Polizeikräfte und kommunistische Parteifunktionäre, sondern
auch gegen die Zivilbevölkerung, darunter vor allem die überlebenden
Juden. Der Guerillakrieg wurde ab 1949 von der CIA unterstützt,
die bis 1953 etwa 75 Exilukrainer per Fallschirm in der Ukraine
absetzte; auch der britische SIS beteiligte sich im Jahre 1951 an
diesen Aktionen. Die Sowjetunion legte 1957 vor der UNO gegen diese
Operationen formell Protest ein."

http://de.wikipedia.org/wiki/Organisation_Ukrainischer_Nationalisten

A.S.H. | 14:33


Fukushima?

Tokio im Februar 2014: Am Eingang zum Yoyogi-Park steht ein einsamer Demonstrant, der mit Pappschildern seiner Angst vor den Fukushima-Folgen Ausdruck verleiht. In unmittelbarer Nähe wälzen sich Massen an jungen Leuten durch die Takeshita-Straße, die mit Modeartikeln und allerlei Trash lockt.

worried2.jpg

Fukushima ist in Tokio kein Thema. Die Atomkatastrophe gilt als lokales Problem, das TEPCO, das Betreiberunternehmen des Atommeilers, im Griff habe. Fragt man Tokioter nach der restriktiven Informationspolitik der Regierung unter Herrn Abe, heisst es, die Regierung lüge nicht.

Jürgen Schneider

A.S.H. | 14:22


Befindet sich das kapitalistische Weltsystem auf einer Zeitreise zurück ins 19. Jahrhundert?

"Den bislang peinlichsten Ausrutscher im Propagandakrieg um die Ukraine - der noch absurder erscheint als die russischen Behauptungen, eine Menschenrechtsintervention nach westlichem Muster durchführen zu wollen, leistete sich der amerikanische Außenminister Kerry, der in einer klassische Projektion Russland vorwarf, sich wie eine imperialistische Großmacht des 19. Jahrhunderts zu benehmen und "unter einem erfundenen Vorwand" in ein anders anderes Land einzumarschieren - dies rund ein Jahrzehnt, nachdem die Vereinigten Staaten unter frei erfundenen Vorwänden in den Irak einmarschierten."

"Nichts wäre für die Gegenöffentlichkeit somit verkehrter, als die an Hollywood-Filme erinnernde Gut-Böse-Einteilung, die die öffentliche Berichterstattung über den Ukrainekonflikt maßgeblich prägt, einfach mit verkehrten Rollen (guter Putin, böser Westen) zu reproduzieren. Die in dem Mainstream der Medien betriebene Dämonisierung Russlands blamiert sich genauso an der Realität wie die Glorifizierung des autoritären und homophoben Putins zu einem Antifaschisten oder "Antiimperialisten".

Staaten agieren als Subjekte auf der Weltbühne, die die Interessen derjenigen Bevölkerungsgruppen durchzusetzen trachten, die dies sich leisten können - sie fungierten aber noch nie als Subjekte menschlicher Emanzipation."

Tomas Konicz: Wer will was erreichen beim geopolitischen Machtkampf um die Ukraine?

A.S.H. | 14:22


07.03.14

Eine Diskussion über Demokratie in der Westukraine

Und dann kamen die "Freiheitskämpfer" ...


A.S.H. | 15:42


Ukraine.Kiew.Polizist appelliert an Medien die Wahrheit zu berichten

Bolk | 11:19


06.03.14

Die Ukraine am Abgrund!

Die Neue antikapitalistische Organisation & die
Antifaschistisch Revolutionäre Aktion Berlin (ARAB) laden ein zu einer
Informationsveranstaltung über die Lage in der Ukraine. Der Journalist
Tom Eipeldauer, der sich mehrere Tage in Kiew aufgehalten hat, wird
über folgende Probleme sprechen:

Wer sind die treibenden Kräfte in der Ukraine?
Wie stark sind die Faschisten wirklich?
Was will Putin und die Eu?
Gibt es eine reale Kriegsgefahr?
Wie sind die Linkskräfte in der Ukraine einzuschätzen?
Wie können wir internationale Solidarität organisieren?

***************************
Freitag, 7.03. März
19:00 Uhr
Haus der Demokratie & Menschenrechte
(Greifswalder Straße 4, Tramlinie 4 - Nähe Alexanderplatz)
***************************

Veranstalterin:
NaO - Neue antikapitalistische Organisation
www.nao-prozess.de
kontakt@nao-prozess.de

Bolk | 12:26


28.02.14

Ukraine-Berichterstattung abseits des Mainstreams

"Damit wird der Vergleich zur "Orangen Revolution" in der Ukraine nicht nur angesichts der Brutalität des Machtkampfes und der allgegenwärtigen Willkürakte der fei agierenden Milizen hinfällig: Nun steht die Aufnahme der Ukraine in die NATO und die feste Einbindung dieses Landes in die EU auf dem Programm. Was sich derzeit hier abspielt, stellt somit die größte geopolitische Auseinandersetzung, den riskantesten Machtkampf zwischen Ost und West seit dem Enden des Kalten Krieges dar - und es ist der Westen, der hier eskaliert. Russland ist dabei, eine schwere strategische Niederlage zu erleiden, in deren Ausgang die NATO direkt an das Kernland Russlands vorrückte und die Pläne einer Eurasischen Union zur Makulatur würden. Bislang diente die Ukraine als "Pufferstaat", der nun der westlichen Einflusssphäre zugeschlagen werden soll."

In diesem ganzen Lügensumpf, hier eine gute Analyse von Tomasz Konicz: Geopolitisches Déjà-vu

Impressionen aus der "demokratischen" Ukraine: http://www.konicz.info/?p=2709

"Die Bewegung auf der Straße wird von Rechten und Faschisten dominiert. Daran besteht unserer Auffassung nach kein Zweifel. Die Symbolik des deutschen Faschismus und der ukrainischen NS-Kollaborateure ist überall, wirklich überall zu sehen. Die schwarz-rote Fahne der Ukrainischen Aufständischen Armee und der Organisation Ukrainischer Nationalisten, die während des Zweiten Weltkriegs Zehntausende Polen und Juden ermordeten und an der Seite Hitler-Deutschlands gegen die Sowjetunion kämpften, ist die – nach verschiedenen Formen ukrainischer Nationalfahnen in blau-gelb – die präsenteste auf dem Platz. Hakenkreuze gibt es immer wieder mal an den Wänden, sehr prominent ist das Keltenkreuz, die Wolfsangel, SS-Runen. Schilder und Embleme mit Schwarzen Sonnen finden sich ebenso wie die Symbole von Combat 14 (dem bewaffneten Arm der Neonaziterroristen von Blood&Honour) oder Parolen aus der Zeit der ukrainischen Kollaboration mit dem deutschen Faschismus."

Ein sehr guter Reisebericht: Einschätzungen und Eindrücke aus der Ukraine

Sascha, Andrei, and Mira are members of AntiFascist Union Ukraine, a group that monitors and fights fascism in Ukraine. Ein Interview.

"In Deutschland reden derweil die Grünen die Braunen bunt."
http://german.ruvr.ru/2014_02_22/Ukraine-Faschisten-Die-nationale-Revolution-geht-weiter-2329/

Für's Protokoll: SPD-Steinmeier trifft Faschistenführer

A.S.H. | 14:10


19.02.14

Als die Kindergärtnerin den Zeigefinger hob

Unfaßbar: Die führenden Politiker der Ukraine scheinen unmittelbar auf die heutigen Ermahnungen der Bundeskanzlerin und der anderen bedeutenden europäischen Politiker zu reagieren und wollen offenbar keine staatliche Gewalt mehr ausüben, so wie ja auch in Westeuropa die Ausübung staatlicher Gewalt verboten ist.
Hier (heute 20 Uhr) sehen gerade Uniformierte des Innenministerium MBC zu, wie ein staatliches Gebäude in Brand gesteckt wird, sie sehen zu und schreiten nicht ein.
So hat es sich die Kanzlerin Merkel gewünscht: youtube.com

david | 22:58


14.02.14

Nachteile einer wahren Lebensgeschichte

Dallas Buyers Club, Regie: Jean-Marc Vallée

Von Angelika Nguyen

Das ist gemein. Da haben Matthew McConaughey und Jared Leto sich nach der guten alten Method -Acting - Methode zu den reinsten Skeletten runtergehungert, um die beiden Aids-Kranken und ungleichen Geschäftspartner Ron Woodroof und Rayon zu verkörpern, und dann geht die Rechnung doch nicht auf. Der Film gönnt ihnen einfach nicht das intensive Drama, das ihre sorgfältige physische und sicher auch mentale Vorbereitung verdient hätte.

A.S.H. | 15:12


02.02.14

Eric Hazan: Kein Schritt ist vergebens!

Noch ist Wochenende und es findet sich vielleicht Zeit, ein interessantes Rundfunkfeature vom Deutschlandfunk nachzuhören. Es stellt uns Eric Hazan, Autor und Verleger, und seinen kleinen Verlag „la fabrique“ vor.

Vor drei Jahren diskutierten auch in Deutschland viele Menschen die Schrift des Unsichtbaren Komitees „Der kommende Aufstand“. Das französische Original „L’insurrection qui vient“ erschien 2007 bei „la fabrique“.
(In dt. Sprache bei nautilus, s. auch telegraph 122/123 von 2011)

Der Verlag veröffentlicht Bücher zu Politik, Philosophie und Geschichte, alte vergriffene linke Schriften und Revolutionsgeschichte. Wie immer, auch das Engagement von Hazan hängt mit eigenen biographischen Erfahrungen zusammen.

Wir müssen lernen! Wir müssen analysieren! Und wir brauchen einen Plan!

O-Ton Eric Hazan:
„Was uns die Revolutionen eigentlich lehren, das ist ihr Scheitern. Dieses Scheitern muss man analysieren, damit es sich nicht wiederholt. Darum geht es im Grunde, nicht um Gedenkfeiern oder darum, eine Art Tradition zu erhalten, nein, nein. Die Revolutionen der Vergangenheit sind unser Sockel, man muss versuchen zu verstehen, aus welchen Gründen sie gescheitert sind oder sich in ihr Gegenteil verkehrt haben. Die Revolutionen, die von den Medien als gelungen gefeiert werden, das sind ja nicht die, die den Menschen das Glück gebracht hätten.
...
Man könnte sagen, dass es in der Schrift „Der kommende Aufstand“ vor allem um den Moment des Aufstands geht, während sich mein Buch „Premières mesures révolutionnaires“ mit der Frage befasst, was danach geschehen sollte, damit eine erfolgreiche Revolution sich nicht rückverwandelt und nicht eintritt in den Teufelskreis aller gescheiterten Revolutionen, die es bisher gegeben hat.“

Das Buch „Premières mesures révolutionnaires“ (Erste revolutionäre Maßnahmen) ist noch nicht in deutscher Sprache erschienen.

Hier also der Rundfunkbeitrag als mp3,
ein kurzer Artikel zur Sendung vom Freitag
und das Manuskript der Sendung zum Nachlesen.

david | 17:18


BAIZ Umzug – Termin vormerken

Neueste Nachrichten aus der Umstrukturierungs-Hauptstadt Berlin:

Die Kultur- und Schankwirtschaft BAIZ zieht am Sonntag, den 23.02.2014, 15:00 Uhr
von der Christinenstraße 1 in die Schönhauser Allee 26A
(Ecke Wörther Str.).

Mit einer Umzugskette über die Route von 1.000 Meter soll gegen die fortschreitende „Vermarktung und Verwertung“ der Stadt und ihrer BewohnerInnen auch ein öffentliches Zeichen gesetzt werden.

Die Vormerkung in den eigenen Terminkalender ist erwünscht, da für die Strecke etwa 500 Menschen benötigt werden.

http://www.baizbleibt.tk/blog/
http://www.baiz.info/

david | 12:11


 
 
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