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Links



01.07.15

Vater ist in Korea

„Verliebt, verlobt, verloren“ Dokumentarfilm von Sung Hyung Cho neu im Kino

von Angelika Nguyen

http://telegraph.cc/vater-ist-in-korea/

A.S.H. | 16:31


29.06.15

Berlin: Autonome planen einwöchiges Straßenfest in Friedrichshain

Vom 6. bis zum 12. Juli soll das siebentägige Straßenfest "Lange Woche der Rigaer Straße" stattfinden. Die Organisatoren wollen sich von ihrer "besten Seite" zeigen, die Polizei fürchtet Ausschreitungen.

https://linksunten.indymedia.org/de/node/146938

A.S.H. | 14:59


24.06.15

Auf dem Pressefest des „Neuen Deutschland“

IMG_20150613_105019_520.png

Am vorletzten Wochenende (12./13. Juni 2015) fand, wie eigentlich jedes Jahr und so lange ich denken kann, dass ND Pressefest statt. Natürlich nicht, wie in meiner Kindheit und Jugend, im Volkspark Friedrichshain und auch nicht mit NVA-Fahrzeugpark, GST-Schießstand, Frank Schöbel, Karat, Oktoberklub, sowie allumfassender SED-Rotlichtbestrahlung, sondern ganz bescheiden in und vor dem angestammten ND-Gebäude, Franz-Mehring-Platz 1, in Berlin Friedrichshain. Der Besucherzuspruch war, trotz extrem schlechter Wetterbedingungen, recht gut. Glaubt man dem ND fanden 2500 Menschen den Weg zum Fest.

Bolk | 08:08


19.06.15

Alle kennen Artek

Das Allunions-Pionierlager Artek wurde gerade 75 Jahre alt. Der telegraph hat einen Artikel über das Kinderparadies und Aushängeschild der Sowjetunion auf der Krim.

http://telegraph.cc/alle-kennen-artek/

A.S.H. | 17:54


17.06.15

Brief eines Patrioten


Erich Mühsam, Brief eines Patrioten, gelesen von Harry Rowohlt. 2. Sprecher: Thomas Ebermann.
Aufnahme, Schnitt und Produktion: BellaStoria Film Hamburg, Karl-Heinz Dellwo, August 2009

Unsere Leseempfehlung: Die Akte IM Dödel kann geschlossen werden – Zum Tod von Harry Rowohlt von Jürgen Schneider auf telegraph.cc

A.S.H. | 01:32


16.06.15

Richtigstellung

Der „Arbeitskreis (AK) Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West“ hat am 7. Juni 2015 eine Stellungnahme verfaßt und veröffentlicht. Dieser Stellungnahme vorausgegangen waren vor drei Wochen bereits zwei teilöffentliche Briefe von zwei der Unterzeichnenden (namentlich: Renate Hürtgen und Bernd Gehrke), die eine ganze Reihe von Falschdarstellungen eines Konfliktes enthielten, auf die wir als telegraph-Redaktion jedoch nicht reagierten, da wir unsere Energie nicht in ein endloses Erklärungs-Stellungnahmen-Gegendarstellungs-Hin-und-Her stecken wollten. Nun hat der Arbeitskreis jedoch noch einmal eine umfangreiche Stellungnahme nachgelegt. Das auch Willi Hayeks Name unter dieser Stellungnahme steht, bedauern wir sehr, da wir seine Arbeit schätzten.

Die Etikettierung der telegraph-Redaktion als Phobiker, Hysteriker, als Unreflektierte, als Dümmliche, als Ajatollas, Oberste Richter des Antifaschismus‘, als Sektierer, als Stalinisten, als Antideutsche, usw. usf. werden ein weiteres Mal wiederholt. Diesem Beschimpfungs-Kanon wollen wir hier nicht folgen. Wir sehen uns jedoch nun zu einigen Richtigstellungen veranlaßt, wobei wir hier auch nicht auf jede Falschdarstellung eingehen können.

Bolk | 15:07


12.06.15

[Berlin-Buch] Naziangriff auf Festival

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/en/node/145755

Vom 12. bis zum 13. Juni findet in Berlin-Buch das antirassistische VOSIFA-Festival statt. Das Festival, als auch die am Samstag stattfindenende Antifa-Demo (Aufruf| Video), richten sich gegen die rassistische Hetze, in dem Pankower Ortsteil, der schon länger für sein Naziproblem bekannt ist.

"Heute, gegen 20.45 Uhr kam es zum ersten Agriff auf das Festival. Vier Nazis, unter ihnen der Pankower NPD-Kreisvorsitzende Christian Schmidt, sammelten sich in der Nähe des Geländes, auf dem derzeit Festivalvorbereitungen stattfinden. Erst fotografierten sie die Festival-Crew ab und versuchten diese verbal zu provozieren. Als ihnen dies nicht gelang, bewarfen sie Menschen die gerade mit Aufbauarbeiten beschäftigt waren, mit Flaschen. Anschließend kam es zu einem Handgemenge, bei dem die Nazis Menschen mit Pfefferspray angriffen. Nach einer halben Stunde kam die Polizei. Die Bucher Nazis, allem voran Christian Schmidt, taten was sie immer tun und erstatten Anzeige gegen die alternativen Jugendlichen. Die Beamten glänzten wie immer durch Unkenntnis der lokalen Situation. Sie nahm die Anzeige bereitwillig entgegen und kontrollierte daraufhin die Personalien von Personen die sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Festivalgelände befanden. Die Gruppe der Nazis war zu diesem Zeitpunkt auf zehn Personen angewachsen."

Bolk | 16:44


Antifaschistischen Blockaden - In Neuruppin der Schlüssel zum Erfolg!

Der Schlüssel für den Erfolg in Neuruppin war, ohne Zweifel, neben einem bewehrten und bereits seit einigen Jahre erfolgreich praktizierten Blockadekonzept, eine große Zahl entschlossener Antifaschisten, die dieses Konzept beherzt, kreativ und flexibel umgesetzt haben. So gelang es, trotz massiver Polizeipräsenz, trotz umfangreichen Absperrmaßnahmen und trotz dem angekündigten Strategie der Polizei, Blockaden bereits im Ansatz zu verhindern, an allen wichtige Knotenpunkten der Neonazi-Route immer neue Blockaden zu errichten und diese, je nach aktueller Position der Nazis und Umleitungsversuche der Polizei zu verschieben, oder aufzulösen und an anderer Stelle neu zu errichten. Gelang es der Polizei auf den ersten zwei Kilometern, die Neo-Nazis auf andere Straßen umzuleiten, bzw. an den Blockaden vorbei zu führen, hatte dies spätestens am Kreisel vor dem EKZ REIZ ein Ende. Hier gelang es den Antifaschisten mit letztendlich vier Blockaden, den Neo-Nazi-Zug final zu stoppen.

Was folgte ist bekannt. Da die Polizei an diesem Punkt nicht willens, oder in der Lage war, die massive Ansammlung der Antifaschisten mit Gewalt zu räumen, war nur noch eine Umleitung über den Stadtrand zurück zum Bahnhof möglich. Da die Neonazi-Führung das nicht akzeptieren wollte, löste die Neo-Nazi-Führung ihre Veranstaltung offiziell auf. Die Polizei kesselte die Neo-Nazis umgehend ein und führte sie dann, auf eben dieser Umleitung, durch das industrielle Niemandsland von Neuruppin zurück zum Bahnhof.

Ein großer Erfolg der antifaschistischen Menschen in Neuruppin und des Bündnis NoTddZ2015.

Fotostrecke: Die antifaschistischen Blockaden von Neuruppin

Bolk | 16:28


10.06.15

Der kurze Sommer der Anarchie. 1990 und das Ende der DDR: 25 Jahre danach.

Der telegraph mit einer Veranstaltung und einem Infostand auf dem ND-Pressefest 2015.

Was von der Hoffnung übrig blieb
Quelle: http://www.ndlive.de/?p=446

Das Aufbegehren 1989 begann weit links von dem, was heute in der
herrschenden Erinnerung davon übrig gelassen wird. Im Prinzip ging es um
Ziele, die wir heute unumwunden als linke, als progressive Forderungen
bezeichnen würden – aber nur selten wird dies ausgesprochen. Denn die
einen wollen nicht an das linke Erbe der Wende erinnern, weil sich ihr
Geschichtsbild, das die herrschenden Verhältnisse für alternativlos
erklärt, darauf nicht gründen lässt. Die anderen wollen das Ende der DDR
denen nicht verzeihen, die mit ihrer Kritik, mit ihrer Opposition die
Wende erst ermöglichten. Und so wird es vor allem denen einfach gemacht,
die die Welt vom Ausgang der Geschichte her bejubeln: Wir sind ein Volk.
Schwarz-Rot-Gold, D-Mark. Nationale Freiheitsbewegung. 1990 war die
Hoffnung auf einen Aufbruch zu neuen, anderen als den bloß westlichen
Ufern, endgültig dahin.

ND-Chefredakteur Tom Strohschneider im Gespräch mit Dietmar Wolf
(Gründungsmitglied des telegraph), Andreas Schreier (Unterstützer der
Umwelt-Bibliothek) und Wolfram Kempe (telegraph-Autor).

13. Juni 17 Uhr, Münzenbergsaal
Neues Deutschland
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Das vollständige Programm: http://www.ndlive.de/?page_id=306

Bolk | 13:52


07.06.15

Übersichtskarte: Naziaufmarsch in Neuruppin erfolgreich blockiert!

Karte_nottdz2_520.jpg

Auf Grundlage der Aktionskarte, die das Bündnis NOTDDZ2015 im Vorfeld des Nazi-Marsches am 6.6.2015 durch Neuruppin ins Internet gestellt hatte, hat OST:BLOG nun eine neue Karte erstellt. Diese vermittelt einen Überblick über den tatsächlichen Verlauf des Nazi-Route und alle Blockaden.

Die Karte kann man sich als PDF downloaden, oder als JPG ansehen.

Auf dem Nachrichten-Portal Inforiot gibt es jetzt drei ausführliche Berichte über Neuruppin:
http://www.inforiot.de/neuruppin-neonazis-brachen-tddz-wegen-blockaden-vorzeitig-ab/
http://www.inforiot.de/tddz-2015-blockaden-zwingen-nazis-in-neuruppin-zum-aufgeben/
http://www.inforiot.de/erstmals-tddz-blockiert/

Bolk | 21:04


06.06.15

Naziaufmarsch in Neuruppin erfolgreich blockiert.

blockade0606.jpg Antifaschistische Blockade in Neuruppin

Etwa 500 Neo-Nazis hatten sich am 6.6.2015, gegen 13 Uhr am Bahnhof Neuruppin West gesammelt, um eine Marsch quer durch Neuruppin zu beginnen. Doch letztendlich gelang es ihnen nur eine sehr kurze und massiv abweichende Route zu laufen. Das erreichten mehrere 1000 Antifaschisten, denen es gelang, trotz einem Großaufgebot der Polizei und umfangreichen Absperrmaßnahmen, an allen wichtigen Kreuzungen und Verkehrskreiseln Blockaden zu erreichten. Die Blockaden waren letztendlich so massiv, dass der Nazi-Aufzug endgültig zum stehen gebracht werden konnte. Für 2 Kilometer benötigten die Neo-Nazis eine ganze Stunde.

Bolk | 19:36


05.06.15

Naziaufmarsch in Neuruppin

nrp9jul11_blockantisem.jpg Antifaschistische Blockade in Neuruppin, im Jahr 2011

Morgen, am 6.6.2015, wollen Neo-Nazis in Neuruppin aufmarschieren. Unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ mobilisiert die deutsche Neonaziszene bereits seit Monaten bundesweit nach Neuruppin. Der letzte sogenannte „Tag der deutschen Zukunft“ fand im letzten Jahr in Dresden statt. Nach Angaben der Polizei werden etwa 500 Neonazis erwartet. Gleichzeitig rechnet die Polizei mit 2500 Gegendemonstranten.

Bolk | 15:23


03.06.15

Verdunkelung

Heute, am Vormittag um 10:30 Uhr, gab es einen dreiviertelstündigen Dokumentarfilm im ZDFinfo zum NSU (= "Nationalsozialistischer Untergrund"), Titel: "NSU privat. Innenansichten einer Terrorzelle".
Das Ziel des Films ist, uns zu sagen, was wir über den NSU denken sollen, ganz deutlich wird es uns mit den letzten zwei Sätzen vor dem Abspann mitgeteilt:
"Deutschlands Herrenmenschen-Killer waren Kleinkriminelle, die Kinderpornos sammelten.
Das Ende eines Mythos."
Wobei nicht genau geklärt wird, welcher "Mythos" überhaupt am Ende sei und für wen dieser bestanden haben soll?
Vor Jahren lasen wir in der Uni-Bibliothek die 70er Jahre-Machwerke einiger westdeutscher Gerichts-Psychiater über "die Terroristen". Nach denen waren "die Terroristen" einfach alle Psychopathen, natürlich fanden sie auch zahlreiche Belege und wissenschaftlich-formulierte Begründungen dafür.
Diesem Film geht es nicht um eine Analyse der Gefühle, Gedanken, Motive und Handlungen der NSU-Mitglieder und das In-Bezug-Setzen zu einem zeitlich-räumlichen gesellschaftlichen und politischen Kontext, und deshalb geht es auch nicht um die anderen Beteiligten (der Staat mit Justiz, Polizei, Verfassungsschutz …), sondern um die Pathologisierung des Einzelindividuums bzw. der Gruppe. Und einer der Fachleute vor der Kamera, Ulrich Sollmann, der sich auf der eigenen website als Dipl. rer. soc., also als Diplom-Sozialwissenschaftler, bezeichnet, wird vom ZDF zum Psychologen gemacht, weil es der Psychologisierung dient. Bei Minute 40:49 beschreibt uns Dr. Nahlah Saimeh (Psychiaterin vom Zentrum für Forensische Psychiatrie in Westfalen-Lippe, im Film als "die wohl bekannteste Forensikerin Deutschlands" benannt) die Gedanken und Gefühle der NSU-Täter beim Ausspähen ihrer Opfer:
"Das ist so dieses Gefühl: Ich hab dich schon im Auge, ich weiß was du tust, ich weiß wie du lebst, ich weiß mit wem du umgehst, aber du weißt nicht, daß ich dich beobachte. Also, das hat ein bißchen was von der, von einer gewissen Stalker-Lust, in gewisser Weise, es hat auch was Obsessives. Eine gewisse nachhaltige Begeisterung, sich mit dem Thema zu befassen, darf man den Tätern wohl attestieren." Wir mußten gleich an die vielen Polizistinnen und Polizisten, die vielen Geheimdienstmitarbeiterinnen und Geheimdienstmitarbeiter in den Observationsteams und an den Abhörapparaten und Computern denken, sie sind nach diesem Zirkelschluß von Frau Dr. Saimeh auch alle "in gewisser Weise" Stalker, gehen einer Lust und Obsession nach, wir schlußfolgern im Kontext der Film-Geschichte: sie sind "in gewisser Weise" Psychopathen. Bei Minute 33:05 heißt es: "… Gewalt und Pädophilie, auch im Nazi-Milieu keine Seltenheit. So finden sich bei Beate Zschäpe Hinweise auf extreme Sexual-Neigungen." Sexuelle Gewalt, äh, das ist doch auch in anderen Milieus keine Seltenheit? Uns fällt da immer gleich der "Sachsensumpf" ein. Am Ende der sächsischen Aufklärung der "Organisierten Kriminalität" in Politik, Justiz und Polizei wurden die Opfer der Zwangsprostitution mit Verleumdungsklagen überzogen, die Schuld den fortwirkenden Strukturen der Stasi zugeschoben, Ermittlungsverfahren gegen nachfragende Journalistinnen eröffnet.
Dieser Film ist ein Ärgernis. Security through Obscurity?
Hier könnt Ihr das Ärgern nachholen: https://youtu.be/SkHL33AMuSs

david | 23:49


29.05.15

Mein Verhältnis zur linken anti- stalinistischen Opposition war ambivalent

24 Jahre nach dem Ende der DDR stellt der telegraph 6 Fragen an Gregor Gysi

A.S.H. | 21:13


15.05.15

Brandtgefährlich – Kein Podium für Nationalrevolutionäre im Haus der Demokratie und Menschenrechte!

Seit über 15 Jahren findet am 8. Mai im Berliner Haus der Demokratie und Menschenrechte eine Feier zum Tag der Befreiung vom Deutschen Faschismus statt. Wurde diese Feier zunächst ausschließlich im kleinen Rahmen von 50 bis 150 Teilnehmerinnen durch die Zeitschrift telegraph organisiert, bildete sich vor vier Jahren erstmals eine Vorbereitungsgruppe, die das Fest zu einem Haus- und Hoffest für alle Gruppen im Haus und für alle interessierten Menschen außerhalb des Hauses ausweitete. Das Fest hat sich zunehmend zu einem Erfolg entwickelt. Spätestens seit dem vorletzten Jahr geben uns die Besucherzahlen recht und zeigen: Dieses Fest ist richtig, wichtig und gewollt, durch eine Mehrheit im Haus der Demokratie und durch einen zunehmenden Besucherstrom. Hatten wir im letzten Jahr rund 500 BesucherInnen, so wurde diese Zahl in diesem Jahr noch weit übertroffen.

Gleichzeitig müssen wir aber auch feststellen, dass es eine politische Minderheit im Haus gibt, die ihren Zugriff auf die Entscheidungsgremien des Hauses der Demokratie nutzt, das Fest, unter anderem mit falschen Behauptungen wie: „auf dem Fest werden stalinistische Hymnen abgesungen“ zu diskreditieren.
Sie wollten unbedingt im Rahmen des 70. Jahrestags der Befreiung vom Faschismus über Stalinismus und die Nachkriegsgeschichte Europas debattieren. Die Beteiligung an dieser Idee blieb marginal, einzigst eine Veranstaltung findet im HdD dazu statt. Von einer AK Geschichte organisiert, steht sie unter dem Titel: Zwischen Befreiung und neuer Weltordnung der Blöcke. Eine Veranstaltung gegen alte und neue Mythen. Teilnehmer sind Peter Brandt (Historiker), Bernd Gehrke (AK Geschichte) und Renate Hürtgen (AK Geschichte, Moderation).

Auf dem Podium dieser Veranstaltung soll also Peter Brandt sitzen. Er ist Mitglied der SPD und ein Vertreter nationalrevolutionären Denkens, der in Medien der „Neuen Rechten“ publiziert. Damit ist er ungeeignet in einem Haus der Demokratie an einem Podium teilzunehmen.
Alle Versuche, die Organisatoren von seiner Ausladung zu überzeugen, wurden ausgeschlagen. So heißt es in einer Mail einer Veranstalterin und Kuratorin des HdD:

"... Wir haben uns dann mit der Frage auseinandergesetzt, ob wir eine Veranstaltung zusammen mit einer Person machen wollen, der der Jungen Freiheit ein Interview gibt und den Nachdruck eines Textes veröffentlichen läßt sowie eine, wenn auch kritische, Rede bei einer Burschenschaft gehalten hat. (...) Im Ergebnis (...) haben wir uns entschieden, die Veranstaltung wie gehabt durchzuführen ...“
Alle Hinweise und Warnungen, die wir zur nationalen politischen Einordnung von Brandt gegeben haben, wurden bagatellisiert. Dass er seit den frühen 1980er Jahren Kontakte mit Ideologen der Neuen Rechten pflegte bzw. pflegt, mit ihnen gemeinsam Bücher schrieb und in Zeitungen der Neuen Rechten veröffentlichte.

Die Redaktion des telegraphs wertet die Einladung von Peter Brandt ins Haus der Demokratie und Menschenrechte als einen Akt gegen den Tag der Befreiung und einen Angriff auf den zwar ungeschriebenen, aber seit 25 Jahren gepflegten antifaschistischen Konsens im Haus der Demokratie und Menschenrechte.

Als ehemalige Mitglieder der linken DDR-Opposition, als Gegner von Rechts- wie Links-Nationalen und als überzeugte Antifaschisten distanzieren wir uns vom Auftritt von Peter Brandt im Berliner Haus der Demokratie und Menschenrechte. Wir bedauern, dass die entscheidenden Gremien im HdD nicht über die entsprechende politische Weitsicht verfügen, um eine solche Veranstaltung im Vorfeld zu verhindern und damit auch unabsehbaren Schaden für das Ansehen des Hauses der Demokratie und der Gruppen die darin arbeiten abzuwenden.

Redaktion telegraph
15. Mai 2015

Fußnote mit einigen Quellenangaben:
1982 veröffentlichte er [Peter Brandt] in dem Buch »Die Deutsche Einheit kommt bestimmt« zusammen mit Herbert Ammon einen Aufsatz mit dem Titel »Patriotismus von links«. Darin mutmaßen die beiden, dass die Deutschen nur wenig Empathie mit den Opfern des NS entwickeln könnten, da sie selbst Unrecht erfahren hätten. Dazu gehöre die durch die alliierten Besatzungsmächte »von außen auferlegte Not« und die »durch nichts zu rechtfertigende Vertreibung der Deutschen aus den Gebieten östlich der Oder und Neiße«. Des Weiteren beklagen sie die »territoriale Spaltung des deutschen Volkes«, sehen aber auch Hoffnung in der gerade aufkommenden Öko-Bewegung, da diese »die Schönheit alter deutscher Volkslieder« wiederentdecke.

Herausgeber des Sammelbands war Wolfgang Venohr, ehemaliges Mitglied der SS-Leibstandarte Adolf Hitler. Im Vorwort bezeichnete Venohr Deutschland wegen seiner Lage im Kalten Krieg als das »Territorium des zukünftigen Super-Holocaust«. Die »lebenserhaltende Quintessenz« west- wie ostdeutscher Politik könne daher nur lauten: »›Deutschland den Deutschen‹ oder ›kein deutsches Blut für Moskau oder Washington‹«. Brandt störte sich an diesen Thesen offenbar nicht, er beteiligte sich noch 2005 mit einem Beitrag an einem Gedenkbuch für den mittlerweile verstorbenen Venohr. Dessen Titel lautet »Ein Leben für Deutschland«, Herausgeber ist Dieter Stein, der Chefredakteur der Jungen Freiheit.

Das Interview mit der Jungen Freiheit [von 2010] war also ebenso konsequent wie 2009 die Beteiligung an dem Buch »Gegen Finanzdiktatur« von Jürgen Elsässer, in dem Brandt dessen nationalistische »Volksinitiative« lobte. Die Liste ließe sich weiterführen. Ein Hörbuch von Brandt zum Thema »Die Linke und die Nation« wird sogar vom »Deutsche-Stimme-Versand« der NPD verkauft.

http://jungle-world.com/artikel/2012/36/46186.html

Der Historiker Peter Brandt würdigte ihn [Venohr] am 4. Februar 2005 in einem Nachruf in der neurechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“ als „eigenständigen Geist, dessen betont preußischer und schwarz-rot-goldener Nationalpatriotismus frei von besitzbürgerlicher Befangenheit und reaktionärem Spießertum war.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Venohr

Wir selbst (Eigenschreibweise: wir selbst) war eine deutsche Zeitschrift. Sie bezeichnete sich selbst als nationalrevolutionär ausgerichtet und zählte zu den Sprachrohren der Neuen Rechten.
Unter den Autoren: Peter Brandt

http://de.wikipedia.org/wiki/Wir_selbst

Stein, Dieter (Hg., Chefredakteur Junge Freiheit): Ein Leben für Deutschland. Gedenkschrift für Wolfgang Venohr 1925-2005.
Darin ein Beitrag von: Peter Brandt

http://www.telesma-verlag.de/index.php?korb=&autor=Stein,%20Dieter

Peter Kratz: "Rechte Genossen. Neokonservatismus in der SPD", Kapitel 4

http://www.bifff-berlin.de/SPD4.htm

Bolk | 20:41


08.05.15

FESTPROGRAMM: HOFFEST zum 70. Jahrestag der BEFREIUNG

Спасибо! Thank You! Merci! Danke!
HOFFEST zum 70. Jahrestag der BEFREIUNG am 8. Mai
im HAUS DER DEMOKRATIE UND MENSCHENRECHTE
Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin

FESTPROGRAMM:

7. MAI, 19 Uhr
Ausstellungseröffnung & Film, zum 70. Jahrestag der Befreiung.
Fotografien des Frontkameramanns Jewgeni Chaldej aus der Sammlung Ernst Volland und Heinz Krimme. Mit Aufführung des Films "CECTPA - SCHWESTER"
Deutschland 2013: Regie Frank Olias, Marcus Bauer, Claudia Krieg

8.MAI, 17 Uhr
Die Rückkehr zur Nation - Europa im Identitätswahn“
Diskussionsveranstaltung zum Aufstieg der Neuen Rechten

PodiumsteilnehmerInnen:
Dagdelen Sevim – MdB Die Linke
Tomasz Konicz - Autor, Journalist, Krisenanalytiker
Thomas Wagner - Kultursoziologe, Autor
Gerhard Hanloser - Sozialwissenschaftler, Publizist

Moderation:

Malte Daniljuk - Medienjournalist

8.MAI, AB 19 Uhr
Hoffest mit: Essen und Trinken, Gesprächen und Live-Musik:

19:00 Zhenja Oks (russische chansons)
19:45 Hugo Velarde (lateinamerika trifft brecht)
20:15 Geigerzähler (liedermaching mit punkiger Geige)
21:00-22:00 Yok (pocketpunk mit quetsche, ukulele und drums)

8.MAI, AB 22 Uhr
Musik aus der Konserve:

Moskows Rache Für Rambo, Magic Mießner, Bert Papenfuß, Jürgen Schneider

Bei schlechtem Wetter findet das Fest im Saal statt.

Anfahrt zum Haus der Demokratie:
Tramlinie M4 sowie den Buslinien 142 und 200. Haltestelle ist jeweils „Am Friedrichshain“

Kontakt:
info@telegraph.cc und info@hausderdemokratie.berlin

Alle Informationen zum Fest auch unter:

http://8mai.hausderdemokratie.berlin/ und http://telegraph.cc

**********

telegraph Sondernummer “8. Mai 2015 – 70 Jahre Tag der Befreiung”
online lesen oder als PDF downloaden

Bolk | 09:05


07.05.15

Jüdische Soldaten im Kampf gegen den Faschismus

Einen Überblick über den Anteil der Juden am Kampf gegen den Faschismus in Europa bietet der Aufsatz von Arno Lustiger „Der Anteil der Juden am Sieg der Alliierten im Zweiten Weltkrieg: Jüdische Soldaten im Kampf gegen den Faschismus“ im Buch "Gegen alle Vergeblichkeit: Jüdischer Widerstand gegen den Nationalsozialismus" (S. 323 – 340), welches von Hans Erler u.a. im Jahr 2003 herausgegeben wurde.
Dort können wir lesen:
„Der Anteil der Juden am bewaffneten Kampf gegen den Faschismus und Nazismus in Europa ist eines der wenig bekannten Kapitel der Geschichtsschreibung. Keine deutsche Publikation beschäftigt sich mit diesem Thema. Die Unkenntnis über diese Thematik verstärkt den Eindruck, dass die Juden nicht genügend gegen den Faschismus gekämpft hätten. Die nachstehenden Angaben, die das Gegenteil beweisen, enthalten nur die Zahlen jüdischer Soldaten der regulären alliierten Armeen. Hinzugezählt werden müssen die tausende jüdischer Partisanen und Widerstandskämpfer in Ost- und Westeuropa:
USA 550.000, UdSSR 500.000, England 62.000, Kanada 16.000, Südafrika 10.000, Juden aus Palästina 30.000, Frankreich 48.000, Polen 190.000, Griechenland 13.000, Jugoslawien 12.000, Tschechoslowakei 8.000, Belgien 7.000, Australien 3.000 …“
Der vollständige Aufsatz hier: Arno Lustiger 2003. (Beim Lesen des Aufsatzes fällt auf, daß die Angaben, die Lustiger zu den jüdischen Soldaten polnischer Staatszugehörigkeit macht, widersprüchlich sind und einer Nachrecherche bedürfen.)
Eine lettische Jüdin, die in der Roten Armee gegen die deutschen Faschisten kämpfte, wird heute Abend um 19 Uhr im Haus der Demokratie im Film „CECTPA“ vorgestellt: Eva Vater.

david | 16:59


05.05.15

Michael Watzke mit dem IQ einer … Nockenwelle

Oder: Michael Watzke – Landeskorrespondent mit dem IQ einer obenliegenden Nockenwelle

Verzeiht uns den Niveauverlust, wir haben Satzzeichen und Anführungszeichen des Zitates einfach weggelassen,
denn richtig müßte es heißen:
Michael Watzke (Landeskorrespondent): "Mit dem IQ einer obenliegenden Nockenwelle".
Was sollen wir noch sagen?
Deutschland-funk im "Untergang". Unterirdischer Kommentar. "Bild – Dir Deine Meinung!"
Watzke: „Die Russen haben es in 70 Jahren nicht geschafft, eine Autobahn von Moskau nach St. Petersburg zu bauen.“
Ja sicher, die Deutschen hätten es mit ZwangsarbeiterInnen und KZ-AufseherInnen bestimmt schon vor über 70 Jahren geschafft. Nur haben die „unzivilisierten Russen“ das nicht zugelassen!
Watzkes Tip an die Russen: Sie sollen von München nach Berlin auf der Autobahn fahren und so „ein bisschen Zivilisation“ mitnehmen.
Man könnte sagen: Von der „Hauptstadt der Bewegung“ in die „Reichshauptstadt“.
Der 70. Jahrestag des Sieges über den deutschen Faschismus ist für viele Deutsche eine Herausforderung, eine Provokation, eine Bedrohung, eine Kränkung usw. usw. Bei manchen werden Abwehrmechanismen aufgerufen, bei manchen brechen sich die Stimmen der Großväter und Großmütter Bahn: Watzkes Kommentar im Deutschlandfunk
Foto: Fleißige Deutsche beim Autobahnbau
Weil so viele alte „Stimmen, Klänge und Geräusche“ in den Köpfen waren, hat das hier in München 70 Jahre gedauert, bis es gebaut war: NS-Dokumentationszentrum München.
Doch endlich damit aufzuhören, mit dem Erinnern, diese Forderung hatte immer auch einen starken bayerischen Klang.

david | 22:22


30.04.15

telegraph Sondernummer “8. Mai 2015 – 70 Jahre Tag der Befreiung”

Спасибо! Thank you! Merci! Danke!
http://telegraph.cc/archiv/telegraph-sondernummer-8-mai-2015-70-jahre-tag-der-befreiung/%D1%81%D0%BF%D0%B0%D1%81%D0%B8%D0%B1%D0%BE-thank-you-merci-danke/
Am 8. Mai 1945 beendete der Sieg der Anti-Hitler-Koalition den Zweiten Weltkrieg in Europa. Die Aggression des Deutschen Reiches hatte Millionen Menschen das Leben gekostet. Dabei hatte die Bevölkerung der Sowjetunion über 27 Millionen Tote zu beklagen, in den von deutschen Soldaten besetzten Gebieten, an der Front und im Hinterland.

Jugend vor Monumenten
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„Ewiger Ruhm und Ehre den im Kampf gegen den Faschismus gefallenen Helden“ – so oder ähnlich lauten die Inschriften sowjetischer Ehrenmale, die an die Befreiung vom Faschismus erinnern sollen. Es gibt sie noch: vergessen und verwildert, gepflegt und restauriert, umgesetzt und unverstanden.
Von Jenz Steiner

Befreit von der Last der eigenen Geschichte – 30 Jahre Weizsäcker-Rede zum 8.Mai. Eine Polemik.
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Als der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker am 31. Januar 2015 starb, erinnerten Nachrufe von „junge Welt“ bis „FAZ“ vor allem an die Rede, die er am 8. Mai 1985 im Bundestag gehalten hatte. Unisono klassifizierten sie diese Rede, in der er als erstes westdeutsches Staatsoberhaupt den 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung bezeich- nete, als Wendepunkt bundesdeutscher Geschichtsbetrachtung. Dass sie 1985 einen aufsehenerregenden Bruch mit bis dahin geltenden Geschichtsbildern darstellte, zeigt wie sehr Politik und Gesellschaft in der BRD bis weit in die 80er Jahre einem in der NS-Zeit geprägten Denken verhaftet waren. Angesichts des 30. Jahrestages der Rede lohnt es sich durchaus, nochmal einen Blick auf ihren Text zu werfen.
Von Marek Winter

Die Selbstbefreiung von Hohen Neuendorf aus den Erinnerungen von Zeitzeugen
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Nach der sowjetischen Winteroffensive stand die Rote Armee Ende Januar 1945 entlang von Oder und Neiße rund 80 Kilometer vor Berlin. Der Krieg ging in die letzte Phase.
Von Dietmar Wolf

telegraph Sondernummer als PDF downloaden:
http://telegraph.cc/wordpress/wp-content/uploads/2015/04/telegraph_Sondernummer_8.Mai_.pdf

Die kostenlos Papierausgabe findet man ab der nächsten Woche in ausgesuchten Stellen in Berlin.

Zum Beispiel:
Kultur- und Schankwirtschaft BAIZ, Schönhauser Allee 26A, 10435 Berlin,
Kulturspelunke Rumbalotte continua, Metzer Straße 9, 10405 Berlin,
Haus der Demokratie & Menschenrechte, Greifswalder Str. 4,

Bolk | 14:54


 
 
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