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18.04.17

Veranstaltungs-Mittschnitt: Hundert Jahre Unabhängigkeit –

von Nationalismus, Kriegstreiberei und Regierungssozen

Eine Veranstaltung der Zeitschrift telegraph und der Emanzipatorischen Linken,
vom 13. April 2017, in der Schankwirtschaft BAIZ, Schönhauser Allee 26A, 10435 Berlin

Es diskutierten/referierten die Historiker Jörn Schüttrumpf und Karsten Krampitz.

Mit der Gründung der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei vollzog sich Ostern 1917 endgültig das Schisma der deutschen Linken…

Die USPD war nicht nur eine Antikriegspartei, sie war auch die politische Heimat der revolutionären Obleute, denen eines Tages selbst die Spartakus- resp. KPD-Genossen nicht links genug sein sollten. Die erfolgreiche Taktik, in bewaffneten Demonstrationszügen von den Industriegebieten am Stadtrand ins Zentrum vorzudringen und dort die Regierungsgebäude zu besetzen, so geschehen im November 1918 in Berlin, ging auf die Obleute zurück, allen voran Richard Müller, dem heute vergessenen Berliner Revolutionsführer.

Die kurze Geschichte der USPD steht für den Versuch, Utopie und Demokratie in Einklang zu bringen. Die SED-Geschichtsschreibung hatte für ihren Vorsitzenden Hugo Haase keine guten Worte übrig: Sein Name, der während des Ersten Weltkriegs in der Arbeiterschaft in einem Atemzug mit Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht genannt worden war, wurde mit dem Versagen der Sozialdemokratie im August 1914 in Verbindung gebracht, wie auch mit dem Scheitern der USPD im Rat der Volksbeauftragten. Dabei schien es eine Zeitlang, als könnten die Unabhängigen im Konflikt mit der Mehrheits-SPD die Oberhand gewinnen. Im Jahr Oktober 1920, ein Jahr nach dem Mordanschlag auf Hugo Haase, zählte die USPD rund 895 000 Mitglieder in ihren Reihen. Bei den Wahlen zum Reichstag erreichte sie 17,6 Prozent! (SPD: 21,9 Prozent.) Nie wieder hat eine linkssozialistische Organisation über einen ähnlichen gesellschaftlichen Einfluss verfügt. Nur Leider: Nie wieder haben sich Linke in einer Partei dermaßen zerfleischt und bekämpft.

Bolk | 16:13


06.04.17

ABWÄRTS? TIEFER! 3 jahre Zeitschrift Abwärts!

Gestern, Mittwoch, 5. April 2017, feierte die Zeitschrift Abwärts! ihr dreijähriges bestehen. Und dies in der Kneipe WATT, dem Nachfolger der schon fast legendären RUMBALOTTE.

In der Ankündigung zur Jubel-Veranstaltung hieß es: "... Abwärts!, das kult.-pol. Magazin aus dem weltweiten Prenzlauer Berg, erscheint seit exakt drei Jahren im BasisDruck Verlag. Zum Begängnis lötet, spant und spinnt die Redaktion eine Gala zusammen, die auf dem neu erschienenen Heft 19 basieren wird. ..."

drei-leser+heft.jpg

Vor etwa 40 Menschen lasen die Abwärts!-Redakteure Silka Teichert und Robert Mießner Texte von Katja Horn und Andreas Koziol. Der Autor Salah Yousif las aus seinen eigenen Texten.

Das ganze wurde eingerahmt mit Musik-Clip vom #rumbalotte Bordfunk.

Die neue Ausgabe des Abwärts gibt es ab sofort beim BasisDruck Verlag: http://www.basisdruck.de/product_info.php?products_id=292


Bolk | 11:09


04.04.17

Konferenz: Soziale Revolution oder bürgerliche Demokratie?

Die Mai-Ereignisse 1937 in Barcelona: Hintergründe, Akteure und Folgen

Ein Symposium, veranstaltet von der Rosa-Luxemburg-Stiftung, dem Verein Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik, der Zeitschrift „telegraph“ und dem Karl Dietz Verlag.


Neun Monate nach der Niederschlagung des Putsches der reaktionären Generäle wurden im Mai 1937 in Barcelona erneut Barrikaden errichtet. Aber dieses Mal kämpften AntifaschistInnen gegeneinander. Der Besetzung des von den Gewerkschaften CNT und UGT und Vertretern der katalanischen Generalitat kollektiv verwalteten Gebäudes der «Telefónica» am 3. Mai durch vom kommunistischen Polizeichef befehligte «Sturmtruppen» folgten erbitterte Kämpfe. Ein «Bürgerkrieg im Bürgerkrieg», der erst fünf Tage später durch einen mühselig ausgehandelten Kompromiss beendet werden konnte. Der Sturm auf die „Telefónica“ bildete nur die Spitze des Eisberges an Differenzen zwischen den verschiedenen antifaschistischen Kräften. Während KommunistInnen und LinksrepublikanerInnen vor allem den antifranquistischen Krieg gewinnen und die bürgerlich-demokratische Republik verteidigen wollten, zielten AnarchosyndikalistInnen und LinkskommunistInnen neben der Verteidigung der Republik insbesondere darauf ab, die soziale Revolution fortzusetzen und zu vertiefen. Dieses Spannungsverhältnis wird bis heute kontrovers diskutiert – ebenso die Frage, ob die Politik der Volksfront Kollektivierung und Vergesellschaftung von Privateigentum verhinderte.

Im Rahmen des Symposiums wird der 1936/37 entstandene CNT-Film «A las barricadas» gezeigt. Erstmals wird der Öffentlichkeit auch der bei Karl Dietz publizierte Band mit Reprints der Zeitschrift »Pasaremos« vorgestellt. Von 1936-1939 war sie das Organ der XI. Internationalen Brigade.

Bolk | 16:59


14.03.17

Hundert Jahre Unabhängigkeit – von Nationalismus, Kriegstreiberei und Regierungssozen

Eine Veranstaltung der Telegraph-Redaktion und der Emanzipatorischen Linken

Mit der Gründung der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei vollzog sich Ostern 1917 endgültig das Schisma der deutschen Linken…

Die USPD war nicht nur eine Antikriegspartei, sie war auch die politische Heimat der revolutionären Obleute, denen eines Tages selbst die Spartakus- resp. KPD-Genossen nicht links genug sein sollten. Die erfolgreiche Taktik, in bewaffneten Demonstrationszügen von den Industriegebieten am Stadtrand ins Zentrum vorzudringen und dort die Regierungsgebäude zu besetzen, so geschehen im November 1918 in Berlin, ging auf die Obleute zurück, allen voran Richard Müller, dem heute vergessenen Berliner Revolutionsführer.

Die kurze Geschichte der USPD steht für den Versuch, Utopie und Demokratie in Einklang zu bringen. Die SED-Geschichtsschreibung hatte für ihren Vorsitzenden Hugo Haase keine guten Worte übrig: Sein Name, der während des Ersten Weltkriegs in der Arbeiterschaft in einem Atemzug mit Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht genannt worden war, wurde mit dem Versagen der Sozialdemokratie im August 1914 in Verbindung gebracht, wie auch mit dem Scheitern der USPD im Rat der Volksbeauftragten. Dabei schien es eine Zeitlang, als könnten die Unabhängigen im Konflikt mit der Mehrheits-SPD die Oberhand gewinnen. Im Jahr Oktober 1920, ein Jahr nach dem Mordanschlag auf Hugo Haase, zählte die USPD rund 895 000 Mitglieder in ihren Reihen. Bei den Wahlen zum Reichstag erreichte sie 17,6 Prozent! (SPD: 21,9 Prozent.) Nie wieder hat eine linkssozialistische Organisation über einen ähnlichen gesellschaftlichen Einfluss verfügt. Nur Leider: Nie wieder haben sich Linke in einer Partei dermaßen zerfleischt und bekämpft.

Es diskutieren/referieren die Historiker Jörn Schüttrumpf und Karsten Krampitz.

Donnerstag, 13. April 2017, 20:00 Uhr
Schankwirtschaft BAIZ,
Schönhauser Allee 26A
10435 Berlin

Bolk | 19:06


14.02.17

Wir haben einen lieben Freund und Genossen verloren

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Fragmente eines verspäteten Nachrufs auf Herbert Mißlitz, von telegraph-Redakteur Dirk Teschner.

Bolk | 08:28


20.01.17

Potsdamer Beratungsbüro für Betroffene von rassistischer Diskriminierung eröffnet

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Die beim Verein Opferperspektive e.V. angesiedelte
Antidiskriminierungsberatung eröffnete heute ein Beratungsbüro für
Betroffene von rassistischer Diskriminierung. In einem Pressegespräch
stellte der Verein die Arbeit des Beratungsbüros vor und Ursula Löbel,
Leiterin der Servicestelle „Tolerantes und Sicheres Potsdam“ überreichte
den Förderbescheid.

Bolk | 14:37


16.12.16

Offene Diskussion statt Schmutzkampagne

Wir schreiben diesen offenen Brief als aktuelle und ehemalige Redakteure der Zeitschrift „telegraph“, in der Andrej Holm von 1998 bis 2001 mitarbeitete.
Der „telegraph“ ist eine Zeitschrift, die ihren Ursprung in der DDR-Opposition der 1980er Jahre hat. Sie entstand 1989 aus den „Umweltblättern“ und war Teil der basisdemokratischen Friedens-, Umwelt- und Dritte-Welt-Bewegung der DDR. Einige von uns haben die unangenehme „Bekanntschaft“ mit dem Repressionsapparat der DDR gemacht, saßen in Haft.

Trotz dieser Vergangenheit distanzieren wir uns auf das Schärfste von der aktuellen Schmutzkampagne gegen Andrej Holm. Wir haben über lange Jahre mit Andrej zusammengearbeitet. Er ist dabei uns und anderen gegenüber offen mit seiner Biographie umgegangen. Wir wussten, dass er bei der Stasi tätig war. Andrej machte aus dieser Tatsache nie ein Geheimnis, er redete mit jedem darüber, der es wissen wollte, wie es zu dieser Verfehlung kam und was er jetzt darüber denkt. Später, im Zusammenhang mit dem gegen ihn angestrengten Ermittlungsverfahren, machte er seine persönliche Geschichte in einer Tageszeitung öffentlich.

Damit hat Andrej genau das getan, was weite Teile der ehemaligen DDR-Opposition immer gefordert haben: Er ist offen mit seiner Beteiligung am Repressions- und Überwachungsapparat der DDR umgegangen, er hat sich dieser Vergangenheit gestellt und er hat persönlich Lehren aus ihr gezogen. Sein seit nunmehr 26 Jahren andauerndes Engagement für mehr Bürgerbeteiligung und Demokratie im Wohnungswesen ist auch ein Ergebnis dieses biographischen Bruchs. Wir sehen das als Fortschritt. Statt „lebenslänglich“ für Stasi-Mitarbeit brauchen wir genau den offenen Umgang, den Andrej mit diesem Thema vorgelebt hat.

Wie kommt es aber, dass eine vergangene Mitarbeit in durch den Staat als verfassungsfeindlich eingestuften Organisationen in Westdeutschland ein Ministerpräsidentenamt nicht ausschließt – aber eine ehemalige Stasi-Mitarbeit für Ostdeutsche eine Karriere als Staatssekretär unmöglich machen soll? Weshalb können Journalisten, die aufgrund ihrer Herkunft nie in die Lage kamen, sich für oder gegen eine Zusammenarbeit mit der Stasi entscheiden zu müssen, von einer Warte moralischer Überlegenheit schreiben?

Wir glauben, es ist kein Zufall, dass diese Fragen nicht gestellt werden. Denn diejenigen, die sich heute am stärksten über Andrejs Stasi-Vergangenheit beschweren, stört nicht das „Kainsmal“ seiner Vergangenheit – sondern das, was Andrej heute ist: ein Wohnungspolitiker, der 100%ig auf der Seite der Mieter steht.

Aktuelle und ehemalige Redakteure der Zeitschrift „telegraph“

Bolk | 14:36


25.11.16

Riseup.net kompromittiert? User aufgepasst!

Am 24.11.2016 meldeten die österreichischen Blogger von "Wut im Bauch… Zusammenfassung österreichischer politischer Unkultur" auf https://wutimbauch.wordpress.com/, dass es sein könnte, "... dass die riseup.net Infrastruktur von staatlicher Seite aus kompromittiert und übernommen wurde. Potentiell ist also das Nutzen von riseup.net Diensten wie Mail, we.riseup.net, vpn, … unsicher und könnte überwacht werden. Nochmal zur Sicherheit: Es besteht die Möglichkeit. ..."

Warum das so ist und wie das geschehen konnte, wird hier ausführlich beschreiben: https://wutimbauch.wordpress.com/2016/11/24/riseup-net-user-aufgepasst/

Bolk | 17:21


2. Führung durch die Ausstellung "Tragödie der Freiheit – Revolution und Krieg in Spanien 1936 – 39. Fragmente"

Auf Grund des sehr großen Interesses an der Ausstellung "Tragödie der Freiheit – Revolution und Krieg in Spanien 1936 – 39. Fragmente", wird es am nächsten Sonntag, den 27.11., um 13 Uhr eine weitere Führung durch die Ausstellung geben. Durch die Ausstellung führt wieder ein Mitarbeiter der Ausstellungsgruppe.

Die Ausstellung befindet sich NUR NOCH BIS ZUM 1. DEZEMBER im Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin.

Danach soll die Ausstellung auf große Reise gehen. Interessenten wenden sich bitte direkt an die Ausstellungsgruppe.

Kontakt über: info@hausderdemokratie.berlin
Weitere Infos und Kontaktmöglichkeiten befinden sich auf: http://tragoediederfreihet.de

Bolk | 16:28


22.11.16

+++Der brandenburgische Verfassungsschutz lügt+++

Aus gegebenen Anlass dokumentiert OST:BLOG eine PRESSEMITTEILUNG, die von "NSU WATCH Brandenburg" am 17.November 2016 veröffentlicht wurde.

Quelle: https://brandenburg.nsu-watch.info

+++Der brandenburgische Verfassungsschutz lügt+++

Der Verfassungsschutz lügt

Der brandenburgische Verfassungsschutz ließ seinen V-Mann-Führer
Reinhard G. vor dem Münchener Oberlandesgericht anscheinend lügen.
Diese Schlussfolgerung liegt jedenfalls nach einem Beweisantrag der Nebenklage nahe, über den
zuerst die Tageszeitung Die Welt und inzwischen auch die PNN berichtete.

Bolk | 17:54


18.11.16

Volles Haus der Demokratie und Menschenrechte zur PODIUMSVERANSTALTUNG DER SPANISCHE BÜRGERKRIEG – EINE "TRAGÖDIE DER FREIHEIT"?

Am gestrigen Abend fand im Haus der Demokratie und Menschenrechte Berlin eine Podiumsveranstaltung mit dem Thema DER SPANISCHE BÜRGERKRIEG – EINE "TRAGÖDIE DER FREIHEIT"? statt. Mehr als 50 Menschen interesssierten sich für die Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung "Tragödie der Freiheit" – Revolution und Krieg in Spanien 1936 – 39. Fragmente ( http://tragoediederfreiheit.de ).

Die gesamte Veranstaltung dauerte über 2 Stunden. Hier ein erster fünfundzwanzigminütiger Zusammenschnitt.

Bolk | 14:50


15.11.16

Podiumsveranstaltung: Der Spanische Bürgerkrieg – eine "Tragödie der Freiheit"?

Eine Diskussion im Rahmen der Ausstellung "Tragödie der Freiheit" – Revolution und Krieg in Spanien 1936 – 39. Fragmente.

mit Werner Abel und Dieter Nelles (sowie fundierten Wortmeldungen aus dem Publikum)
Moderation: Gerhard Hanloser

17.11.2016, 19 Uhr, Robert-Havemann-Saal,
Haus der Demokratie & Menschenrechte
Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin

Der Spanische Bürgerkrieg – eine "Tragödie der Freiheit"? Oder war es eine "Tragödie der Linken"? Ein "Bruderkampf" wegen der Frage Soziale Revolution vs. breites antifaschistisches Bündnis? Oder sind die erzielten Erfolge wichtiger als die letztliche Niederlage?

80 Jahre nach Ausbruch des Spanischen Bürgerkriegs wollen wir über Perspektiven, Bewertungen und die aktuelle Bedeutung der Ereignisse sprechen. Die drei politisch engagierten Wissenschaftler und Experten in der Sache werden den Abend mit Eingangsstatements eröffnen und dann gemeinsam mit den Anwesenden diskutieren.

Vorstellung des Podiums:

Werner Abel studierte Philosophie. In der DDR hatte er als sozialistischer Abweichler Berufsverbot, nach 1989 war er als Politologe an der TU Chemnitz tätig und Vertrauensdozent der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Seit Jahren ist er mit kleinen und großen Veröffentlichungen und Veranstaltungen zu Spanien aktiv, im Rahmen des KFSR (KFSR = Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik e.V.) und anderswo. Er ist Mitherausgeber des biographischen Lexikons der deutschen SpanienkämpferInnen (Verlag AV).

Dieter Nelles ist Historiker und Sozialwissenschaftler, derzeit an der Ruhr-Uni Bochum. Von ihm gibt es zahlreiche Veröffentlichungen zu Widerstand und Exil deutscher Anarchosyndikalisten, u.a. im spanischen Bürgerkrieg (s. auch sein Buch über die Gruppe „Deutsche Anarchosyndikalisten“ (DAS) in Barcelona). In den 1980er Jahren lernte er den Spanienkämpfer Helmut Kirschey kennen, über den er gemeinsam mit Volker Hoffmann einen Film machte.

Gerhard Hanloser ist Soziologe und Historiker; er schrieb in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, u.a. in iz3w, Jungle World, Direkte Aktion, telegraph, Neues Deutschland, junge Welt, Stattzeitung für Südbaden. Er veröffentlichte zahlreiche Artikel und Bücher zu den Themenbereichen marxistische und Kritische Theorie, Geschichte und Kritik linker Bewegungen und dissidenter Strömungen und zum Thema Antisemitismus (zuletzt als Herausgeber und Autor: „Deutschland.Kritik“ im Unrast-Verlag).

Bolk | 18:11


14.11.16

Gut besuchte Führung durch Ausstellung

Am gestrigen Sonntag, 24. November 2016 im Berliner Haus der Demokratie und Menschenrechte eine Führung durch die Ausstellung „Tragödie der Freiheit - Revolution und Krieg in Spanien 1936 - 39“ statt. Die, zahlreich erschienenen Menschen würden in die Ausstellung eingeführt. Es wurde das Konzept der Ausstellung erläutert und im Detail auf einzelne besondere Tafeln hingewiesen. Daraus resultierende Fragen der BesucherInnen wurden ausgiebig beantwortet. Im Anschluss kam es zu angeregten Gesprächen und Diskussionen.

Die Ausstellung kann noch bis zum 1. Dezember 2016 besichtigt werden.

Öffnungszeiten sind immer Mo – Fr. 10 Uhr bis 17 Uhr.
Sollte die Ausstellung verschlossen sein, kann diese von der Verwaltung (Vorderhaus, 1. Etage) aufgeschlossen werden.

Bolk | 15:02


11.11.16

Gut besuchter Vortrag über Helios Gomez

Am letzten Mittwoch (9. November 2016) besuchten, im Rahmen der Ausstellung „Tragödie der Freiheit“ – Revolution und Krieg in Spanien 1936 – 39. Fragmente., etwa 30 Menschen das Haus der Demokratie und Menschenrechte. Sie interessierten sich, neben der Ausstellung, auch für Vortrag von Ursula Tjaden, über den spanischen Künstler, Kämpfer, Revolutionär Helios Gomez. Im Anschluss des sehr guten und hoch interessanten Vortrages wurde angeregt diskutiert.

Helios Gomez ist auch ein Bestandteil der Ausstellung „Tragödie der Freiheit“ – Revolution und Krieg in Spanien 1936 – 39. Fragmente. Diese kann bis 01.12.2016 im Haus der Demokratie besichtigt werden. Öffnungszeiten: Montag – Freitag jeweils 10-17 Uhr. Am nächsten Sonntag (13.11.2016), wird es um 15 Uhr eine Führung durch die Ausstellung geben.

Bolk | 11:49


09.11.16

Helios Gómez – Künstler und Kämpfer.

Vortrag von Ursula Tjaden, im Rahmen der Ausstellung „Tragödie der Freiheit“ – Revolution und Krieg in Spanien 1936 – 39. Fragmente.

hg-head520.jpg

9.11.2016 19 Uhr, Robert-Havemann-Saal
Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Straße 4
10405 Berlin

Helios Gómez (Sevilla 1905 – Barcelona 1956) war Lehrling in einer Keramikfabrik, aber er wollte Künstler werden. Sein technisches Mittel war von Anfang an die schwarze Tusche auf weißem Papier. Sehr früh befasste er sich mit den unterschiedlichsten Strömungen der künstlerischen Avantgarde. Er lebte in mehreren Ländern und ließ sich von deren Kunstszene inspirieren. Bereits in den 1920er Jahren machte er Ausstellungen, die von der Kritik sehr beachtet wurden. Und doch entwickelte er sich auf dem Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens – in Berlin – zu einem politischen Künstler, dessen zentrales Medium nicht mehr das Original, sondern die Reproduktion in den Massenmedien werden sollte, da er mit seiner Botschaft das Volk erreichen wollte. Die wesentliche Leistung von Helios Gómez bestand darin, die stilistischen Mittel der Moderne mit der politischen Aussage verbunden zu haben.

Eintritt frei

http://tragoediederfreiheit.de/
Kontakt: info@hausderdemokratie.berlin

Bolk | 19:00


Wer hat eigentlich Trump gewählt?

https://twitter.com/MrAlexisPereira/status/796224423233785857

https://twitter.com/sunflwer1975/status/796282912513474560

Bolk | 12:40


31.10.16

Wer braucht ein grünes Gleitmittel?

von Jürgen Schneider

feinstaubj-3.jpg

„Stuttgart 21 ist kein Rückbau, sondern gegenüber dem heutigen Kopfbahnhof ein Zuwachs“ – mit dieser Aussage hat der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn von den Grünen am Mittwoch das Bahnprojekt gegen Angriffe der S21-Gegner verteidigt. Was Stadt, Region und Land an Ausbaumaßnahmen für die Schieneninfrastruktur untersuchten, seien „keine Reparaturmaßnahmen“ für Stuttgart 21. Es gehe um „Erweiterung oder zusätzlichen Ausbau“, so der einst vehemente Projektgegner Kuhn. Aus dem Regionalpakt mit den Partnern Land, Region und Landkreisen gebe es für ihn, so der OB, den Auftrag, Stuttgart 21 „zu optimieren und zu verbessern“. Noch vor fünf Wochen, als Kuhn der Grundsteinlegung für den neuen Bahnhof fernblieb, hieß es im „Spiegel“: „Zu Stuttgart 21 wahrten die Grünen auch als selbsternannte neue Wirtschaftspartei stets Abstand.“ Wenn es je so gewesen sein sollte, dank Kuhn ist damit nun endgültig Schluß. Sein grüner Parteikollege Kretschmann, der Ministerpräsident Baden-Württembergs, hatte vor der Grundsteinlegung betont: „Die Landesregierung ist vertraglich dazu verpflichtet, dieses Projekt zu unterstützen."

[WEITER]

Bolk | 16:36


24.10.16

ECONOMIA COL•LECTIVA – Europas letzte Revolution

Filmvorführung im Rahmen der Ausstellung "Tragödie der Freiheit" - Revolution und Krieg in Spanien 1936 - 39. Fragmente.

Mi. 26.10., 19 Uhr, Haus der Demokratie und Menschenrechte, Robert-Havemann-Saal

ECONOMIA COL•LECTIVA – Europas letzte Revolution
"Economía col·lectiva. L'última revolució d'Europa, Spanien 2014, 66 min, Regie: Eulàlia Comas

Der Dokumentarfilm gibt einen tiefen Einblick in ein weitgehend vergessenes, aber nach wie vor inspirierendes Ereignis der jüngeren Geschichte: Die selbstbestimmte Kollektivierung von 80% der katalanischen Wirtschaft zwischen 1936 und 1939.

Auf den faschistischen Putsch General Francos im Juli 1936 antworteten die Arbeiter Kataloniens mit einer sozialen Revolution. Die Besitzlosen und ausgebeuteten Arbeiter, zum Großteil Anarchosyndikalisten, organisierten die Wirtschaft neu, selbstorganisiert und erschufen ein bis dato nie gesehenes soziales Sicherungssystem. Eine der radikalsten sozial-ökonomischen Umbrüche im 20. Jahrhundert. Europas letzte Revolution.

http://tragoediederfreiheit.de/

Eintritt frei

Kontakt: info@hausderdemokratie.berlin
Haus der Demokratie und Menschenrechte e.V.

Bolk | 16:23


21.10.16

70 Menschen Gestern bei Vernissage "Tragödie der Freiheit".

austellungseroefnnung800.jpg

Rund 70 Menschen kamen Gestern zur Austellungseröffnung "Tragödie der Freiheit" - Revolution und Krieg in Spanien 1936-39. Fragmente., ins Haus der Demokratie und Menschenrechte. Gegen 19:15 Uhr wurden die BesucherInnen offiziell von einem Vertreter des Hausverein im Haus der Demokratie und Menschenrechte begrüßt. Nach einer kurzen Danksagung an alle AutorInnen und Bildmaterial-GeberInnen erläuterte ein Mitarbeiter der Ausstellungsgruppe Konzept und Ziel der Ausstellung. Gegen 20 Uhr wurde der sehr beeindruckende Dokumentarfilm Memoria Viva gezeigt, den sich (trotz seiner Länge) sehr viele der BesucherInnen bis zum Ende ansahen.

Die Ausstellung "Tragödie der Freiheit" - Revolution und Krieg in Spanien 1936-39. Fragmente. kann bis zum 1.12.2016 im Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin, besichtigt werden. In der gesamten Zeit wird es weitere, interessante Veranstaltungen geben.

Die Ausstellung soll nach dem 1.12.2016 auf Wanderschaft gehen und kann für andere Veranstaltungsorte / -städte ausgeliehen werden. InteressentInnen wenden sich bitte per E-Mail an: info@telegraph.cc

Bolk | 10:55


19.10.16

»Oishii!« – Essen in Japan

von Jürgen Schneider

Zwei Fische und ein blühender Pflaumenzweig, Utagawa Hiroshige, Japan, um 1837, Inv.Nr. B31887, C.jpg
Zwei Fische und ein blühender Pflaumenzweig

Der Florentiner Sklavenhändlersohn Francesco Carletti (1573?-1636), der 1597/98 in Japan Station machte, schrieb in seinem 1701 erstmals veröffentlichten Werk »Ragionamenti di Francesco Carletti Fiorentino sopra le cose da lui vedute ne’ suoi viaggi si dell’Indie Occidentali, e Orientali Come d’altri Paesi« (dt. »Reise um die Welt 1594. Erlebnisse eines Florentiner Kaufmanns«, 1966): »Die Japaner haben eine bestimmte Blättersorte, die sie ›cîâ‹ oder ›the‹ nennen. Diese stammt von einer buchsbaumartigen Pflanze mit dreimal so großen Blättern, die das ganze Jahr über grün bleiben. Ihre Blüten sind wohlriechend und ähneln im Duft der Damaszenerrose. Die Blätter zermahlen sie zu Pulver. Dieses schütten sie in kaltes Wasser, das beständig auf dem Feuer erwärmt wird. Dann trinken sie diese Flüssigkeit, mehr aus medizinischen Gründen als wegen ihres Geschmacks, denn sie schmeckt bitter, wenngleich sie einen mit einem angenehmen Geschmack im Mund zurücklässt.«

[WEITER]

Bolk | 14:32


 
 
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